Starbucks liefert bald Kaffee nach Hause

Der amerikanische Kaffeehaus-Gigant beschreitet neue Wege, Starbucks lässt demnächst auch liefern. Doch wer sich jetzt schon auf frisch gebrühten Cappuccino in allen Variationen an der Haustür freut, dem sei gesagt: Geduld, der Lieferservice ist vorerst nur in China geplant.

Kaffeekultur im Reich der Mitte

Die Chinesen trinken vorwiegend Tee. Der Teeanbau wird hier schon seit Jahrtausenden betrieben und die Anfänge lassen sich zeitlich nicht eindeutig zurückdatieren. China gilt gar als das Mutterland der Teekultur. Doch mit dem Wirtschaftswachstum entstehen neue Trends im Reich der Mitte. Der Kaffeekonsum in China boomt. In der Kaffeebranche gilt der chinesische Markt als die weltweit letzte große Goldmine, die es zu erschließen lohnt.

Konkurrenz ist groß

In den Großstädten breiten sich die neuen Cafés in Windeseile aus. Für die Chinesen ist Kaffee ein Symbol für ein neues Lebensgefühl. Kaffee ist anders. Natürlich will auch Starbucks ein gutes Stück vom chinesischen Kaffeekuchen abhaben. Der Kaffeeriese ist zwar mit zahlreichen Filialen stark in der Volksrepublik vertreten, aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Beispielsweise Luckin Coffee ist es bereits innerhalb des ersten Jahres nach der Gründung gelungen, fast 1.000 Filialen zu eröffnen, und die Umsätze wachsen rasant. Zudem ist Luckin Coffee preiswerter als Starbucks und einen Lieferservice bietet das chinesische Start-up auch an, zur Freude der Kunden.

Zusammenarbeit mit Lieferservice

Jetzt will Starbucks dieser Entwicklung entgegentreten. Ab September kommen Kunden in Shanghai und Peking in den Genuss, sich das dampfende Getränk direkt nach Hause bringen zu lassen. Dies ließ der Starbucks-Chef Kevin Johnson vor kurzem in Shanghai bei einer Pressekonferenz verlauten. Verantwortlich für die Lieferungen an die Haustür wird ein Tochterunternehmen von Alibaba sein. Der weltbekannte Online-Händler aus China hat den Top-Lebensmittel-Lieferservice Ele.me erst kürzlich übernommen. Bis Ende des Jahres will Starbucks die Lieferungen dann auf insgesamt 30 chinesische Städte ausweiten.

Ob zukünftig auch Kunden in USA und Europa frisch gebrühten Starbucks-Kaffee an der Haustür in Empfang nehmen können, bleibt allerdings abzuwarten.

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