Neue Geister in der Gastronomie

Immer häufiger trifft man auf einen neuen Begriff im Bereich Essen und Gastronomie, gerade in den USA sind Ghost Restaurants in aller Munde. Was steckt hinter diesem Trend und was macht das neue Geschäftsmodell so interessant?

Professionelle Küchen

“Geister-Restaurants” sind keine Gaststätten, in denen Geister speisen, kochen oder ihr Unwesen treiben. Im Normalfall ist ein Ghost Restaurant ein hochmoderner Ort mit komplett eingerichteter Küche und Profi-Köchen, aber ohne Gastraum. Manchmal mieten sich Ghost Restaurants auch tagsüber in Plätzen ein, die erst abends ihre Tore für das Publikum öffnen. Wozu aber braucht man ein Restaurant ohne Gäste?

Wer sind die Gäste?

Die Gäste gibt es schon, nur kommen die nicht zum Restaurant, umgekehrt wird ein Schuh daraus, das Restaurant kommt zu den Gästen! Die neu entstandenen Ghost Restaurants produzieren für die Kunden von kulinarischen Lieferdiensten. Und dafür gibt es gute Gründe. Die Zusammenarbeit zwischen herkömmlichen Gaststätten und Auslieferern ist nicht immer ganz problemlos. Bei dem Absatz über die Portale ist die Gewinnmarge für die Gastronomen gering, Provision und Verpackung sorgen für Kosten, die nicht durch höhere Preise kompensiert werden. Außerdem kann der Lieferbetrieb mit der Bewirtung der Gäste im Gastraum kollidieren, wenn die nachgefragten Gerichte die Kapazität der Küche übersteigen. Aber kein Gastwirt möchte seine wartenden Kunden hungern lassen.

Ausgezeichnetes Preis-Leistung-Verhältnis

Die Ghost Restaurants dagegen können sich vollständig auf die Küche, das Kochen und die Auslieferung konzentrieren, sie produzieren hochwertige Gerichte, nutzen frische gesunde Zutaten. Gute Qualität, günstiger Preis, große Auswahl. Die Zusatzkosten für Servicekräfte, Einrichtung, Speisekarten, etc. entfallen komplett. Und die Pizzeria, der Inder und der Thailänder kochen alle problemlos unter einem Dach.

Betreiber

Die Firmen hinter den Ghost Restaurants bleiben gerne etwas im Hintergrund. In den USA taucht immer wieder der Name Green Summit Group auf. Auch das jetzt von UberEats aufgekaufte Ando betreibt einige Küchen dieser Art. In Deutschland ist Keatz ein großer Anbieter. Der Name ist neu, für die internationalen Expansionspläne hat man GuruCollective kurzerhand umbenannt.

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