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Mit Pizza und Burgern kommt Geld in die Vereinskasse

Sich Essen liefern lassen und damit den eigenen Sportverein unterstützen, wie soll das gehen? Das ist ganz einfach, mit Hilfe von Affiliate-Marketing und Cashback!

Ein Affiliate-Marketing-System mit Cashback-Modell

Wenn Sie dieses Internet-Deutsch nicht verstehen, hier noch einmal im Klartext:

  • Online-Shops und Anbieter sind in einem Affiliate-Netzwerk verlinkt.
  • Sie als Kunde bestellen online über einen Cashback-Anbieter.
  • Es wird geliefert, Sie bezahlen, alles wie gehabt.
  • Der Shop zahlt an den Cashback-Anbieter eine Provision.
  • Sie erhalten vom Anbieter einen Rabatt, das ist der Cashback.

Viele Online-Shops sind in solchen Netzwerken und profitieren von dem Marketing, das andere für sie betreiben. Auch der Essenslieferant Lieferando nutzt die Vorteile von Affiliate-Marketing. Wenn Sie also das nächste Mal dort bestellen wollen, schauen Sie sich vorher um, Sie können sogar einen Discount bekommen.

Wie hilft das meinen Sportverein?

Eine neue Entwicklung in diesem Bereich sind die Charity-Cashback-Programme. Dabei geht der Discount nicht an Sie als Käufer zurück, sondern an eine wohltätige Organisation oder eben an Ihren Lieblingsverein.

Ein Anbieter in diesem Segment ist Klubkasse. Fans können ihren Verein unterstützen durch Provisionen oder Online-Werbung. Dazu nutzt man eine Klubkasse.de-Fanseite. Was hierüber online gekauft wird, steigert die Vereinseinnahmen. Mehr als 2.500 Shops werden angeboten. Im Schnitt gehen etwa zwei Prozent des Einkaufs an den Lieblingsverein des Käufers, der Wert schwankt aber je nach Branche.

Ist der eigene Verein noch nicht registriert, kann man ihn vorschlagen. Sind in der Kasse mehr als 50 Euro, wird ein Fan-Voting gestartet. Der Verein macht drei Vorschläge für die Verwendung und die Fans stimmen dann bei Klubkasse.de ab. Um seinen Lieblingsverein zu unterstützen, muss man sich allerdings selbst auch registrieren. Dann gibt es aber auch einen Überblick über alle Bestellungen und die daraus resultierenden Provisionen.

Erst wenn andere mitmachen, wird es interessant

Sie kaufen online ein und lassen auch gerne Essen nach Hause liefern? Und ihr Sportverein hat jede Unterstützung nötig? Wenn noch mehr Fans im Verein mitmachen, kommt auch Geld in die Klubkasse.

In Essen bald kein Essen mehr von Deliveroo?

Essenslieferdienste in Deutschland boomen, immer mehr Deutsche bestellen ihr Essen bequem vom Zuhause oder unterwegs mit einer Smartphone-App. Scrollen, Klick und kurz darauf ist der Gaumenschmaus aus dem Restaurant schon auf dem heimischen Tisch. Goldene Zeiten für die Lieferdienste, sollte man meinen.

Deliveroo zieht sich aus zehn Städten zurück

Nun will sich mit Deliveroo einer der führenden Anbieter auf dem deutschen Markt aus insgesamt zehn Städten zurückziehen und dort in Kürze keine Kuriere mehr aussenden. Betroffen sind Hannover, Essen, Dortmund, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Mainz und Nürnberg. Das jedenfalls erfuhren die Berliner Fahrer des britischen Unternehmens jetzt per E-Mail.

Konzentration auf Großstädte

Allerdings seien nicht schleppend laufende Geschäfte die Ursache für diese strategische Entscheidung. Vielmehr wolle man sich mehr auf die Städte konzentrieren, in denen das Unternehmen ein höheres Wachstumspotential sieht. Laut Deliveroo sind das die größten deutschen Städte, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München. In diesen Städten will das Unternehmen stärker investieren, es ist geplant, mit deutlich mehr Restaurants zusammenarbeiten und natürlich auch die Anzahl der Kurierfahrer zu erhöhen, die die Gerichte zum Kunden bringen.

Überraschende Kehrtwende

Diese Entscheidung überrascht selbst die Branchenkenner, immerhin hatte das Unternehmen erst vor einem Jahr mit der Expansion in die mittelgroßen Städte begonnen. Das Rad nach so kurzer Zeit wieder zurückzudrehen, ist keine Entscheidung, die man von dem Lieferdienst erwarten konnte. Eine Sprecherin von Deliveroo teilte mit, man hoffe, in naher Zukunft wieder in die genannten Städte zurückzukehren. Das wäre dann die Kehrtwende von der Kehrtwende, die Sinnhaftigkeit einer solchen unternehmerischen Entscheidung sei dahingestellt.

Kuriere ohne Job

Da nur wenige der Auslieferer bei Deliveroo festangestellt sind, ist es schwierig, eine genaue Zahl der Fahrer zu nennen, die von der Entscheidung betroffen sind. Insider der Branche gehen von mehr als 130 Fahrern aus. Ob sie bei einem der Konkurrenten des britischen Lieferdienstes wie Foodora, Lieferando oder Lieferheld unterkommen können, lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten.

Amazon Fresh ein Ladenhüter?

Start in Berlin

Als Amazon Fresh vor einem Jahr in Deutschland an den Start ging, war man vorsichtig optimistisch, gute Erfahrungen in den USA und Großbritannien waren der Grund. Der neue Lebensmittellieferdienst des Onlinehändlers startete zuerst nur im Ballungsraum Berlin-Potsdam. Im Verlauf des letzten Jahres kamen dann auch Hamburg und München dazu.

Im Angebot sind etwa 85.000 Produkte. Bestellt man noch vor zwölf Uhr, kann die Lieferung schon am Nachmittag erfolgen. Ausgeliefert wird in Zusammenarbeit mit DHL, von Montag bis Samstag. Wer für mehr als 40 Euro einkauft, spart sich die Lieferkosten. Für Prime-Kunden kostet der Service knapp zehn Euro im Monat.

Obwohl der Umsatz beim Onlineversand von Lebensmitteln nur einen Anteil von etwa einem Prozent am Gesamtumsatz der Branche hat, erwartet man hier hohe Zuwachsraten. Darauf hoffen auch die Ketten Edeka, Rewe und Kaufland und man rüstet da auf, wo sich Amazon ins gemachte Nest setzen will: in den großen Ballungsräumen.

Bilanz nach einem Jahr

Jetzt nach einem Jahr zog man bei Amazon erste Bilanz, und das Ergebnis wird den Erwartungen wohl kaum gerecht. Die Konkurrenten aus der Lebensmittelbranche in Berlin, Hamburg und München können sich noch entspannt zurücklehnen, die Umsätze mit Amazon Fresh sind für sie nicht besorgniserregend.

Anfang des Jahres ist die Bio-Kette Basic aus dem Service ausgestiegen. Laut Basic stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag. In Berlin sagt man, die Lieferdienste von Bringmeister und Rewe seien deutlich stärker ausgebucht als Amazon Fresh. Allerdings gibt es dazu keine konkreten Zahlen, und die beiden Konkurrenten haben unter Umständen eine geringere Kapazität.

Laut Einzelhandelsverband ist der Bereich der Lieferdienste ein starker Wachstumsmarkt, im letzten Jahr stieg der Umsatz in diesem Segment um knapp 20 Prozent. Für die Branche habe es aber keinen Wachstumsschub durch Amazon Fresh gegeben. Amazon will seinen Lieferdienst jetzt über die Preise attraktiver machen, dabei orientiert man sich an den Preisen der Konkurrenz in der betroffenen Stadt. Die Idee klingt vielversprechend, der Erfolg bleibt allerdings abzuwarten.

Wer ist (dein) Delivery Hero?

Wer oder was verbirgt sich hinter dem Namen Delivery Hero? Die Delivery Hero GmbH wurde in Berlin von vier Gesellschaftern ins Leben gerufen. Ziel der Holding sollte es sein, ein globales Netzwerk zu schaffen, um online Essen zu bestellen. Die Namen der heldenhaften Gründer sind Markus Fuhrmann, Lukasz Gadowski, Kolja Hebenstreit und Niklas Östberg. Und offenbar lagen sie mit ihrer Geschäftsidee goldrichtig.

Unternehmensbeteiligungen

Mit die ersten Firmen, die zu Delivery Hero gehörten, waren OnlinePizza, aktiv in Skandinavien, Österreich und Polen, und hungryhouse in Großbritannien. In Deutschland war es Lieferheld, diese Plattform wurde schon kurz nach der Gründung komplett übernommen. Und das Unternehmen begann rasch zu wachsen, heute ist die Liste von Beteiligungen gewaltig. Zur Holding gehören inzwischen mehrere Firmen, die in ganz Lateinamerika für Essenslieferungen sorgen. Talabat versorgt Hungrige auf der arabischen Halbinsel. Es gibt Firmen in der Slowakei, in Tschechien, Griechenland, Australien und Südkorea, in der Türkei, im Libanon und in der Schweiz. Foodpanda ist eine Beteiligung, die in Indien, Pakistan und Bangladesch Essen liefern lässt.

Und weil das dem Delivery Hero noch nicht genug war, kamen auch pizza.de und Foodora noch unter das Dach der Holding. Foodora ist spezialisiert auf Restaurants, die über keinen eigenen Lieferservice verfügen, und hat seinen Fokus auf Europa, Australien und Kanada.

Delivery Hero wächst weiter

Die Liefer-Holding ist nicht nur groß, sie wächst auch unaufhaltsam weiter, und das am stärksten außerhalb Europas. Der Umsatz konnte im letzten Jahr um 60 Prozent gesteigert werden. Allerdings schreibt das Unternehmen noch keine schwarzen Zahlen, laut CEO Niklas Östberg habe man stark in das Marketing investiert. Geplant ist, ab dem vierten Quartal 2018 auf Monatsbasis Gewinne zu verzeichnen, ab nächstem Jahr dann durchgängig. Mehr als ein Drittel des Umsatzes erzielt man in Europa, der Mittlere Osten mit Nordafrika liegt knapp vor Asien auf dem zweiten Platz, den kleinsten Anteil mit nur knapp 10 Prozent am Gesamtumsatz hat der amerikanische Markt. Es scheint, der Held ist noch nicht am Ziel angekommen.