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UberEats will ganz hoch hinaus

Uber macht oft Schlagzeilen rund um seine Fahrdienste, da gibt es selten positive Meldungen wie die aktuellen Pläne in New York gegen Verkehrskollaps und Lohndumping.

UberEats

Das amerikanische Dienstleistungsunternehmen mit Sitz im kalifornischen San Francisco will sich jetzt einen neuen Markt erschließen. Und wer sich in der Branche auskennt, ahnt schon, dass es sich nicht um eine Kleinigkeit handeln kann.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat jetzt in München über seine Pläne mit UberEats geplaudert. Mit UberEats will das Unternehmen in den boomenden Markt der Lieferdienste im kulinarischen Bereich einsteigen, die ersten Schritte sind bereits getan. Beispielsweise in Wien ist UberEats seit Ende letzten Jahres auf dem Essensmarkt und hat sich in der kurzen Zeit bereits gut etabliert, man ist dem Wiener Platzhirschen foodora schon dicht auf den Fersen, es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann UberEats den ersten Platz unter den Lieferdiensten in der Stadt an der Donau übernimmt. Es gibt Pläne, mit dem Service in Kürze auch in Berlin an den Start zu gehen.

Wachstumspläne

Doch Hauptstädte scheinen nur der Anfang zu sein, Khosrowshahi will UberEats zum größten Essenslieferanten weltweit machen und sagt damit Delivery Hero & Co den Kampf an. Laut Uber-Chef explodiere UberEats derzeit geradezu. Man hat vor kurzem den Anbieter ANDO übernommen, und bei den großen Plänen darf man auf weitere Nachrichten aus dem Hause Uber noch gespannt sein. ANDO betreibt sogenannte Ghost Restaurants in riesigen Küchen. Die Restaurants gibt es nicht wirklich, aber die Speisekarte dazu und die Kunden haben dann die Möglichkeit, beim Chinesen oder Italiener “um die Ecke” zu bestellen, auch wenn es in dieser Wohngegend gar kein Restaurant dieser Art gibt. Eine neue Art der Gastronomie auf Initiative der Essenslieferdienste.

Dara Khosrowshahi jedenfalls ist sehr zuversichtlich, was die Zukunft von UberEats betrifft, schon bald will er den britischen Rivalen Deliveroo und auch die deutsche Delivery Hero auf die Plätze verweisen und den Thron der Essenslieferanten erklimmen.

Neue Geister in der Gastronomie

Immer häufiger trifft man auf einen neuen Begriff im Bereich Essen und Gastronomie, gerade in den USA sind Ghost Restaurants in aller Munde. Was steckt hinter diesem Trend und was macht das neue Geschäftsmodell so interessant?

Professionelle Küchen

“Geister-Restaurants” sind keine Gaststätten, in denen Geister speisen, kochen oder ihr Unwesen treiben. Im Normalfall ist ein Ghost Restaurant ein hochmoderner Ort mit komplett eingerichteter Küche und Profi-Köchen, aber ohne Gastraum. Manchmal mieten sich Ghost Restaurants auch tagsüber in Plätzen ein, die erst abends ihre Tore für das Publikum öffnen. Wozu aber braucht man ein Restaurant ohne Gäste?

Wer sind die Gäste?

Die Gäste gibt es schon, nur kommen die nicht zum Restaurant, umgekehrt wird ein Schuh daraus, das Restaurant kommt zu den Gästen! Die neu entstandenen Ghost Restaurants produzieren für die Kunden von kulinarischen Lieferdiensten. Und dafür gibt es gute Gründe. Die Zusammenarbeit zwischen herkömmlichen Gaststätten und Auslieferern ist nicht immer ganz problemlos. Bei dem Absatz über die Portale ist die Gewinnmarge für die Gastronomen gering, Provision und Verpackung sorgen für Kosten, die nicht durch höhere Preise kompensiert werden. Außerdem kann der Lieferbetrieb mit der Bewirtung der Gäste im Gastraum kollidieren, wenn die nachgefragten Gerichte die Kapazität der Küche übersteigen. Aber kein Gastwirt möchte seine wartenden Kunden hungern lassen.

Ausgezeichnetes Preis-Leistung-Verhältnis

Die Ghost Restaurants dagegen können sich vollständig auf die Küche, das Kochen und die Auslieferung konzentrieren, sie produzieren hochwertige Gerichte, nutzen frische gesunde Zutaten. Gute Qualität, günstiger Preis, große Auswahl. Die Zusatzkosten für Servicekräfte, Einrichtung, Speisekarten, etc. entfallen komplett. Und die Pizzeria, der Inder und der Thailänder kochen alle problemlos unter einem Dach.

Betreiber

Die Firmen hinter den Ghost Restaurants bleiben gerne etwas im Hintergrund. In den USA taucht immer wieder der Name Green Summit Group auf. Auch das jetzt von UberEats aufgekaufte Ando betreibt einige Küchen dieser Art. In Deutschland ist Keatz ein großer Anbieter. Der Name ist neu, für die internationalen Expansionspläne hat man GuruCollective kurzerhand umbenannt.

Jetzt kommt McDelivery!

McDonald’s hat es nicht leicht in Deutschland. Die Kunden haben in den vergangenen Jahren ein ökologisches Bewusstsein entwickelt, das die amerikanische Fast-Food-Kette vor einige Herausforderungen gestellt hat, es hat einige Mühen und Zeit gekostet, neben Hamburgern und Fritten auch gesunde Gerichte in die Speisekarte mit aufzunehmen. Aber die Kunden wollen mehr, vor allem mehr Abwechslung, ein Problem für die kleine Menükarte mit eingeschränkten Variationen. Und jetzt hätte man beinahe den weltweiten Trend zu Lieferungen an die Haustür verschlafen. Aber das Management will nun Lösungen präsentieren.

Neues Image

Schon vor einigen Jahren hatte der Konzern begonnen, sich ein neues Image zuzulegen. Komplett gesund wurden Burger und Pommes dadurch nicht, der typische Kunde der Fast-Food-Kette hat das wohl auch nicht erwartet. Aber hier und da ist auf der Menükarte ein Salat aufgetaucht, und wer vegetarisch oder gar vegan essen will, findet auch bei McDonald’s irgend etwas Passendes. Nachahmer fand auch die Entscheidung, in den USA kein Fleisch von mit Antibiotika behandelten Hühner zu verwenden. Bis 2025 will man auch alle Verpackungen ausschließlich aus ökologischen Materialien produzieren lassen.

Umsatz geht zurück

Mit dem ökologischen Gewissen alleine lässt sich kein Geld verdienen. Sonderangebote sind das Stichwort, preiswerte Getränke, McPick oder andere Aktionen holen Kunden in die Lokale, die länderspezifischen Aktionen will man fortsetzen. Die Umsätze gingen dennoch zurück. Das liegt allerdings nicht nur am Ausbleiben von Kunden, sondern auch an der zunehmenden Auslagerung der Filialen an Frachise-Nehmer. Damit sinkt der Umsatz, aber auch das Risiko.

McDonalds an die Haustür

Auch der Markt der Lieferdienste ist ein Problem für McDonald’s, man hat den Anschluss verpasst, und gerade dieser Markt wächst rasant, die Prognosen sind beeindruckend. Zusammen mit UberEats hat man ein Konzept erarbeitet, das die Hamburger direkt zum Kunden bringt, die Produkte sind dafür schließlich bestens geeignet, Qualitätseinbußen durch den Transport sind kaum zu erwarten, durchaus ein Vorteil im Wettbewerb. In Deutschland wird der Lieferservice schon in vielen Städten angeboten, und zwar in Zusammenarbeit mit Lieferheld, Foodora und Pizza.de.

Pizza Margherita auf der Liegewiese

Einer der führenden Essenslieferanten auf dem deutschen Markt hat jetzt einige Details aus der internen Statistik veröffentlicht. Die Kuriere von Deliveroo mit ihren hellblauen T-Shirts sind jetzt in immer mehr Städten bei der Arbeit zu beobachten, mit der würfelförmigen Lieferkiste auf dem Rücken. Und immer in Eile, schließlich soll das leckere Essen ja nicht kalt beim Kunden ankommen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Gerade in der Sommerzeit bei schönem Wetter sind die Deutschen gerne im Freien unterwegs. Ausflüge und Wanderungen in der freien Natur sind beliebt, gerade die Parkanlagen in größeren Städten haben großen Zulauf. Die Hamburger erholen sich gerne im Stadtpark oder rund um die Alster, die Kölner lieben ihren Volksgarten und der Englische Garten in München ist ein geradezu legendäres Ausflugsziel. Auch die Hauptstädter wollen da nicht hintenanstehen und genießen ihr Sonnenbad in einer der zahlreichen Parkanlagen Berlins, beispielsweise Tiergarten oder Volkspark Friedrichshain.

Verpflegung im Park

War es früher noch gängige Praxis, sich bei dem Ausflug in die Natur mit selbst zubereiteten belegten Broten oder gar opulenten Picknickkörben zu versorgen, gibt es inzwischen einen neuen Trend. Wer nicht immer an der Imbissbude anstehen oder gar den Parkausflug für einen Restaurantbesuch unterbrechen will, der lässt sich Essen jetzt einfach liefern. Lieferdienste mit ihren mobilen Apps machen es möglich, die Wunschgerichte werden auf dem Smartphone ausgesucht und ruckzuck bestellt, die Lieferung kommt dann direkt zur Parkbank oder Liegewiese am See, bequemer geht es kaum!

Spitzenreiter Berlin

Laut der Essenskuriere von Deliveroo sind offenbar gerade die Berliner besonders faul, wenn es um die Verpflegung bei einem Ausflug ins Freie geht, die Bundeshauptstadt liegt deutschlandweit ganz vorne bei Essenslieferungen in Parkanlagen. Die Favoriten sind je nach Park ganz unterschiedlich, im Mauerpark ist Pizza Margherita die Nummer Eins, Falafel ist besonders in Friedrichshain beliebt und in den Tiergarten liefern die Kuriere am häufigsten Caesar Salad mit Huhn. Auch noch interessant: Der große Hunger in den deutschen Parks bricht an Samstagnachmittagen kurz vor drei aus!