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Lebensmittel im elektronischen Warenkatalog

Wie das Online-Shopping begann

Ende der 1980er Jahre gab es die ersten Bemühungen, im Internet Handelsplattformen aufzubauen. Zu den Pionieren, die mit dem Online-Handel groß wurden, gehörten Amazon.com, ein 1994 gegründeter und heute börsennotierter US-amerikanischer Online-Versandhändler, sowie eBay, ein US-amerikanisches Unternehmen, das 1995 unter dem Namen AuctionWeb aus der Taufe gehoben wurde. eBay fing mit elektronischen Geschäftsbeziehungen zwischen Privatpersonen, auch Consumer-to-Consumer genannt, an. Amazon eröffnete eine Online-Buchhandlung.

Expandierendes Online-Geschäft

Was Online-Shopping ist heute ein Multimilliarden-Geschäft, das mittlerweile sämtliche Wirtschaftssysteme weltweit erfasst hat. Aus der anfänglich schmalen Produkt- und Dienstleistungspalette wurde ein diversifiziertes Angebot von und für den Verbrauchermarkt, Unternehmen sowie Regierungen und öffentlichen Verwaltungen. Allein die Entwicklung auf dem deutschen Markt ist beträchtlich. So stellte der Handelsverband Deutschland (HDE) für das Jahr 2000 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro fest. Die Umsätze wurden für 2018 auf 53,6 Milliarden Euro prognostiziert. Damit fallen knapp zehn Prozent des Handels in Deutschland auf das Online-Geschäft.

Die Angebote im Internet beziehen sich entweder auf Produkte oder Dienstleistungen. Die Entwicklung dieser Märkte ist wie ihr Vertrieb branchenspezifisch. Dienstleistungen stehen in einer großen Bandbreite zur Verfügung. Sie können beispielsweise in der Arbeitsvermittlung und Karriereplanung Firmen wie XING gefunden werden. Sie können auch im stärker werdenden Online Casino-Geschäft bis zu online Casino Bewertungen gehen, die beispielsweise das Osiris Casino nach Casino Bewertungen von Betrug.org als seriösen Anbieter mit hohem Kundenbonus einstufen.

==Lebensmittel gehen online==

CDs, Bücher oder Haushaltswaren können online anders abgesetzt werden als Lebensmittel. Dass der Lebensmittelhandel anderen Voraussetzungen unterliegt, ist ohne Frage. Auch ist klar, dass die Logistik einiges von diesen Online-Geschäften einfordert, denn Lebensmittel haben Haltbarkeitsdaten, ganz gleich, ob sie in der Dose verpackt oder frisch sind. Bei Frischwaren ist der Zeitdruck beträchtlich und die Wege zur Kundschaft spielen eine große Rolle. Zwar bieten heute namhafte Supermarkt-Ketten wie Rewe, Edeka und Metro ein vielfältiges Angebot. Sie geraten jedoch zunehmend unter Druck, denn Amazon drängt ebenfalls mit Lebensmitteln in den Markt.

Google Pay wird in Deutschland eingeführt

Google ist einer der großen Internet-Giganten, die in unserem Alltag immer mehr Raum einnehmen. Das kalifornische Unternehmen führt mit Google Pay in Deutschland jetzt einen weiteren Dienst ein, der das Potential hat, unser Bezahlverhalten zu revolutionieren.

Bezahlen mit dem Handy

In Nachbarländern wie Niederlande, Schweden und Dänemark ist kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone in Restaurants, Einkaufsläden oder im Bus schon längst keine Seltenheit mehr. Google geht davon aus, dass der deutsche Markt für Google Pay bereit ist. Dem Management ist aber bewusst, dass für eine Breitenwirkung eine Kooperation mit mehr Banken und Dienstleistern erforderlich sein wird.

Experten glauben, dass sich am Ende die Methode durchsetzen wird, die für den Kunden am einfachsten zu nutzen ist, ob Bargeld, Karte oder Handy. Die Deutschen sind bequem. Wenn man an der Kasse nur noch das Smartphone zücken muss, anstelle von Punktesammelkarten oder Clubmitgliedschaften, dann hat das für die Bundesbürger seinen Reiz. Es gibt hierzulande einen Hang zu Bargeld, man greift gerne zu Scheinen und Münzen. Auch mit der Girokarte gibt es ein einfaches, hocheffizientes System zur Kartenzahlung. Kann Google Pay hier mithalten?

Wie funktioniert Google Pay?

Das Smartphone mit Google Pay verbindet sich mit der Kasse, keine PIN, keine Unterschrift, erst bei höheren Beträgen. In der App ist eine Kreditkarte hinterlegt. Viele Kassen in Deutschland unterstützen die Technik bereits. Auch online kann man mit Google Pay bezahlen, möglicherweise bald auch bei Essenslieferungen. Klingt einfach, kann es auch sein. Aber noch mehr unserer Daten landen bei dem Technologie-Giganten. Und keiner weiß, was Google damit macht. Niemand geht davon aus, dass diese wertvollen Informationen über unser Kaufverhalten ungenutzt bleiben. Die Commerzbank als größter deutscher Partner für Google Pay betont, dass die europäischen Datenschutzrichtlinien eingehalten würden.

Kommt die Google Bank?

Ein Großteil unseres Lebens findet bereits auf Googles Plattformen statt, E-Mail, Landkarten, YouTube, Internetsuche, wer mobil unterwegs ist, kommt an Google kaum vorbei. Will der Konzern jetzt auch ins Bankengeschäft einsteigen? Die finanziellen Möglichkeiten sind vorhanden, hat man auch die Pläne?

Mit Pizza und Burgern kommt Geld in die Vereinskasse

Sich Essen liefern lassen und damit den eigenen Sportverein unterstützen, wie soll das gehen? Das ist ganz einfach, mit Hilfe von Affiliate-Marketing und Cashback!

Ein Affiliate-Marketing-System mit Cashback-Modell

Wenn Sie dieses Internet-Deutsch nicht verstehen, hier noch einmal im Klartext:

  • Online-Shops und Anbieter sind in einem Affiliate-Netzwerk verlinkt.
  • Sie als Kunde bestellen online über einen Cashback-Anbieter.
  • Es wird geliefert, Sie bezahlen, alles wie gehabt.
  • Der Shop zahlt an den Cashback-Anbieter eine Provision.
  • Sie erhalten vom Anbieter einen Rabatt, das ist der Cashback.

Viele Online-Shops sind in solchen Netzwerken und profitieren von dem Marketing, das andere für sie betreiben. Auch der Essenslieferant Lieferando nutzt die Vorteile von Affiliate-Marketing. Wenn Sie also das nächste Mal dort bestellen wollen, schauen Sie sich vorher um, Sie können sogar einen Discount bekommen.

Wie hilft das meinen Sportverein?

Eine neue Entwicklung in diesem Bereich sind die Charity-Cashback-Programme. Dabei geht der Discount nicht an Sie als Käufer zurück, sondern an eine wohltätige Organisation oder eben an Ihren Lieblingsverein.

Ein Anbieter in diesem Segment ist Klubkasse. Fans können ihren Verein unterstützen durch Provisionen oder Online-Werbung. Dazu nutzt man eine Klubkasse.de-Fanseite. Was hierüber online gekauft wird, steigert die Vereinseinnahmen. Mehr als 2.500 Shops werden angeboten. Im Schnitt gehen etwa zwei Prozent des Einkaufs an den Lieblingsverein des Käufers, der Wert schwankt aber je nach Branche.

Ist der eigene Verein noch nicht registriert, kann man ihn vorschlagen. Sind in der Kasse mehr als 50 Euro, wird ein Fan-Voting gestartet. Der Verein macht drei Vorschläge für die Verwendung und die Fans stimmen dann bei Klubkasse.de ab. Um seinen Lieblingsverein zu unterstützen, muss man sich allerdings selbst auch registrieren. Dann gibt es aber auch einen Überblick über alle Bestellungen und die daraus resultierenden Provisionen.

Erst wenn andere mitmachen, wird es interessant

Sie kaufen online ein und lassen auch gerne Essen nach Hause liefern? Und ihr Sportverein hat jede Unterstützung nötig? Wenn noch mehr Fans im Verein mitmachen, kommt auch Geld in die Klubkasse.

UberEats will ganz hoch hinaus

Uber macht oft Schlagzeilen rund um seine Fahrdienste, da gibt es selten positive Meldungen wie die aktuellen Pläne in New York gegen Verkehrskollaps und Lohndumping.

UberEats

Das amerikanische Dienstleistungsunternehmen mit Sitz im kalifornischen San Francisco will sich jetzt einen neuen Markt erschließen. Und wer sich in der Branche auskennt, ahnt schon, dass es sich nicht um eine Kleinigkeit handeln kann.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat jetzt in München über seine Pläne mit UberEats geplaudert. Mit UberEats will das Unternehmen in den boomenden Markt der Lieferdienste im kulinarischen Bereich einsteigen, die ersten Schritte sind bereits getan. Beispielsweise in Wien ist UberEats seit Ende letzten Jahres auf dem Essensmarkt und hat sich in der kurzen Zeit bereits gut etabliert, man ist dem Wiener Platzhirschen foodora schon dicht auf den Fersen, es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann UberEats den ersten Platz unter den Lieferdiensten in der Stadt an der Donau übernimmt. Es gibt Pläne, mit dem Service in Kürze auch in Berlin an den Start zu gehen.

Wachstumspläne

Doch Hauptstädte scheinen nur der Anfang zu sein, Khosrowshahi will UberEats zum größten Essenslieferanten weltweit machen und sagt damit Delivery Hero & Co den Kampf an. Laut Uber-Chef explodiere UberEats derzeit geradezu. Man hat vor kurzem den Anbieter ANDO übernommen, und bei den großen Plänen darf man auf weitere Nachrichten aus dem Hause Uber noch gespannt sein. ANDO betreibt sogenannte Ghost Restaurants in riesigen Küchen. Die Restaurants gibt es nicht wirklich, aber die Speisekarte dazu und die Kunden haben dann die Möglichkeit, beim Chinesen oder Italiener “um die Ecke” zu bestellen, auch wenn es in dieser Wohngegend gar kein Restaurant dieser Art gibt. Eine neue Art der Gastronomie auf Initiative der Essenslieferdienste.

Dara Khosrowshahi jedenfalls ist sehr zuversichtlich, was die Zukunft von UberEats betrifft, schon bald will er den britischen Rivalen Deliveroo und auch die deutsche Delivery Hero auf die Plätze verweisen und den Thron der Essenslieferanten erklimmen.

Deutschland, was isst du am liebsten?

Wenn man als Kanzler im Rampenlicht steht, bleibt das Lieblingsgericht nicht lange ein Geheimnis. Helmut Kohl ließ sogar Staatsgästen den Pfälzer Saumagen servieren, Gerhard Schröder behauptete, alle Currywurstbuden in Berlin zu kennen. Und Angela Merkel mag es bodenständig mit Königsberger Klopsen und Kartoffelsuppe. Die Kartoffeln zerstampft sie sogar gerne selbst.

Aber was isst Deutschland am liebsten, was ist die Leibspeise der Deutschen?

Nudeln und Pasta

Von Nudeln oder Pasta können die Deutschen gar nicht genug bekommen. Farfalle, Spirelli, Penne, Spaghetti und Tagliatelle, wer kennt nicht die wohlklingenden italienischen Namen? Traditionell aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt sind Pasta gesund und kalorienarm, wenn da nicht die Sauce wäre! Napoli, Carbonara, Arrabiata, Aglio e Olio, der Italienisch-Kurs geht weiter. Der absolute Favorit in Deutschland aber sind Spaghetti Bolognese mit leckerer Hackfleisch- und Tomatensauce. Für alle, die noch suchen, hier ist ein Rezept für Spaghetti Bolognese zum Nachkochen.

Schnitzel

Das Schnitzel finden wir auf Platz zwei. Das gute Stück Fleisch ist aber auch kalorienreich. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vertilgt jeder Bundesbürger pro Jahr mehr als 60 Kilogramm. Zuviel, meinen die Ernährungsexperten, maximal die Hälfte ist empfehlenswert. Lassen Sie sich Ihr Jägerschnitzel oder Schnitzel Wiener Art trotzdem nicht vermiesen.

Pizza

Auf dem dritten Platz landet die Pizza, ungeschlagen ist die klassische Pizza Margherita, knusprig mit Tomatensauce, Basilikum, Tomatenscheiben und zerlaufenem Mozzarella. Als Snack für zwischendurch, als Hauptmahlzeit beim Italiener um die Ecke oder direkt auf dem eigenen Küchentisch, bestellt bei einem der boomenden Lieferdienste. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, auch für den Belag hat man die Qual der Wahl.

Kartoffeln

Deutschland ist Weltmeister im Kartoffelverzehr. Die berühmte Knolle wurde durch die spanischen Eroberer aus dem Inka-Reich nach Europa gebracht und keine Nation liebt sie so sehr wie die Deutschen. In Form von Bratkartoffeln, Knödeln, Pommes Frites, Kartoffelbrei und mehr. Kartoffeln ohne Fett und Öl sind auch sehr gesund, enthalten Kalium, Eiweiß und viele Vitamine. Aber in der Liste der Lieblingsgerichte kommen sie nur auf Platz vier.

In Essen bald kein Essen mehr von Deliveroo?

Essenslieferdienste in Deutschland boomen, immer mehr Deutsche bestellen ihr Essen bequem vom Zuhause oder unterwegs mit einer Smartphone-App. Scrollen, Klick und kurz darauf ist der Gaumenschmaus aus dem Restaurant schon auf dem heimischen Tisch. Goldene Zeiten für die Lieferdienste, sollte man meinen.

Deliveroo zieht sich aus zehn Städten zurück

Nun will sich mit Deliveroo einer der führenden Anbieter auf dem deutschen Markt aus insgesamt zehn Städten zurückziehen und dort in Kürze keine Kuriere mehr aussenden. Betroffen sind Hannover, Essen, Dortmund, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Mainz und Nürnberg. Das jedenfalls erfuhren die Berliner Fahrer des britischen Unternehmens jetzt per E-Mail.

Konzentration auf Großstädte

Allerdings seien nicht schleppend laufende Geschäfte die Ursache für diese strategische Entscheidung. Vielmehr wolle man sich mehr auf die Städte konzentrieren, in denen das Unternehmen ein höheres Wachstumspotential sieht. Laut Deliveroo sind das die größten deutschen Städte, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München. In diesen Städten will das Unternehmen stärker investieren, es ist geplant, mit deutlich mehr Restaurants zusammenarbeiten und natürlich auch die Anzahl der Kurierfahrer zu erhöhen, die die Gerichte zum Kunden bringen.

Überraschende Kehrtwende

Diese Entscheidung überrascht selbst die Branchenkenner, immerhin hatte das Unternehmen erst vor einem Jahr mit der Expansion in die mittelgroßen Städte begonnen. Das Rad nach so kurzer Zeit wieder zurückzudrehen, ist keine Entscheidung, die man von dem Lieferdienst erwarten konnte. Eine Sprecherin von Deliveroo teilte mit, man hoffe, in naher Zukunft wieder in die genannten Städte zurückzukehren. Das wäre dann die Kehrtwende von der Kehrtwende, die Sinnhaftigkeit einer solchen unternehmerischen Entscheidung sei dahingestellt.

Kuriere ohne Job

Da nur wenige der Auslieferer bei Deliveroo festangestellt sind, ist es schwierig, eine genaue Zahl der Fahrer zu nennen, die von der Entscheidung betroffen sind. Insider der Branche gehen von mehr als 130 Fahrern aus. Ob sie bei einem der Konkurrenten des britischen Lieferdienstes wie Foodora, Lieferando oder Lieferheld unterkommen können, lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten.

Neue Geister in der Gastronomie

Immer häufiger trifft man auf einen neuen Begriff im Bereich Essen und Gastronomie, gerade in den USA sind Ghost Restaurants in aller Munde. Was steckt hinter diesem Trend und was macht das neue Geschäftsmodell so interessant?

Professionelle Küchen

“Geister-Restaurants” sind keine Gaststätten, in denen Geister speisen, kochen oder ihr Unwesen treiben. Im Normalfall ist ein Ghost Restaurant ein hochmoderner Ort mit komplett eingerichteter Küche und Profi-Köchen, aber ohne Gastraum. Manchmal mieten sich Ghost Restaurants auch tagsüber in Plätzen ein, die erst abends ihre Tore für das Publikum öffnen. Wozu aber braucht man ein Restaurant ohne Gäste?

Wer sind die Gäste?

Die Gäste gibt es schon, nur kommen die nicht zum Restaurant, umgekehrt wird ein Schuh daraus, das Restaurant kommt zu den Gästen! Die neu entstandenen Ghost Restaurants produzieren für die Kunden von kulinarischen Lieferdiensten. Und dafür gibt es gute Gründe. Die Zusammenarbeit zwischen herkömmlichen Gaststätten und Auslieferern ist nicht immer ganz problemlos. Bei dem Absatz über die Portale ist die Gewinnmarge für die Gastronomen gering, Provision und Verpackung sorgen für Kosten, die nicht durch höhere Preise kompensiert werden. Außerdem kann der Lieferbetrieb mit der Bewirtung der Gäste im Gastraum kollidieren, wenn die nachgefragten Gerichte die Kapazität der Küche übersteigen. Aber kein Gastwirt möchte seine wartenden Kunden hungern lassen.

Ausgezeichnetes Preis-Leistung-Verhältnis

Die Ghost Restaurants dagegen können sich vollständig auf die Küche, das Kochen und die Auslieferung konzentrieren, sie produzieren hochwertige Gerichte, nutzen frische gesunde Zutaten. Gute Qualität, günstiger Preis, große Auswahl. Die Zusatzkosten für Servicekräfte, Einrichtung, Speisekarten, etc. entfallen komplett. Und die Pizzeria, der Inder und der Thailänder kochen alle problemlos unter einem Dach.

Betreiber

Die Firmen hinter den Ghost Restaurants bleiben gerne etwas im Hintergrund. In den USA taucht immer wieder der Name Green Summit Group auf. Auch das jetzt von UberEats aufgekaufte Ando betreibt einige Küchen dieser Art. In Deutschland ist Keatz ein großer Anbieter. Der Name ist neu, für die internationalen Expansionspläne hat man GuruCollective kurzerhand umbenannt.

Starbucks liefert bald Kaffee nach Hause

Der amerikanische Kaffeehaus-Gigant beschreitet neue Wege, Starbucks lässt demnächst auch liefern. Doch wer sich jetzt schon auf frisch gebrühten Cappuccino in allen Variationen an der Haustür freut, dem sei gesagt: Geduld, der Lieferservice ist vorerst nur in China geplant.

Kaffeekultur im Reich der Mitte

Die Chinesen trinken vorwiegend Tee. Der Teeanbau wird hier schon seit Jahrtausenden betrieben und die Anfänge lassen sich zeitlich nicht eindeutig zurückdatieren. China gilt gar als das Mutterland der Teekultur. Doch mit dem Wirtschaftswachstum entstehen neue Trends im Reich der Mitte. Der Kaffeekonsum in China boomt. In der Kaffeebranche gilt der chinesische Markt als die weltweit letzte große Goldmine, die es zu erschließen lohnt.

Konkurrenz ist groß

In den Großstädten breiten sich die neuen Cafés in Windeseile aus. Für die Chinesen ist Kaffee ein Symbol für ein neues Lebensgefühl. Kaffee ist anders. Natürlich will auch Starbucks ein gutes Stück vom chinesischen Kaffeekuchen abhaben. Der Kaffeeriese ist zwar mit zahlreichen Filialen stark in der Volksrepublik vertreten, aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Beispielsweise Luckin Coffee ist es bereits innerhalb des ersten Jahres nach der Gründung gelungen, fast 1.000 Filialen zu eröffnen, und die Umsätze wachsen rasant. Zudem ist Luckin Coffee preiswerter als Starbucks und einen Lieferservice bietet das chinesische Start-up auch an, zur Freude der Kunden.

Zusammenarbeit mit Lieferservice

Jetzt will Starbucks dieser Entwicklung entgegentreten. Ab September kommen Kunden in Shanghai und Peking in den Genuss, sich das dampfende Getränk direkt nach Hause bringen zu lassen. Dies ließ der Starbucks-Chef Kevin Johnson vor kurzem in Shanghai bei einer Pressekonferenz verlauten. Verantwortlich für die Lieferungen an die Haustür wird ein Tochterunternehmen von Alibaba sein. Der weltbekannte Online-Händler aus China hat den Top-Lebensmittel-Lieferservice Ele.me erst kürzlich übernommen. Bis Ende des Jahres will Starbucks die Lieferungen dann auf insgesamt 30 chinesische Städte ausweiten.

Ob zukünftig auch Kunden in USA und Europa frisch gebrühten Starbucks-Kaffee an der Haustür in Empfang nehmen können, bleibt allerdings abzuwarten.

Amazon Fresh ein Ladenhüter?

Start in Berlin

Als Amazon Fresh vor einem Jahr in Deutschland an den Start ging, war man vorsichtig optimistisch, gute Erfahrungen in den USA und Großbritannien waren der Grund. Der neue Lebensmittellieferdienst des Onlinehändlers startete zuerst nur im Ballungsraum Berlin-Potsdam. Im Verlauf des letzten Jahres kamen dann auch Hamburg und München dazu.

Im Angebot sind etwa 85.000 Produkte. Bestellt man noch vor zwölf Uhr, kann die Lieferung schon am Nachmittag erfolgen. Ausgeliefert wird in Zusammenarbeit mit DHL, von Montag bis Samstag. Wer für mehr als 40 Euro einkauft, spart sich die Lieferkosten. Für Prime-Kunden kostet der Service knapp zehn Euro im Monat.

Obwohl der Umsatz beim Onlineversand von Lebensmitteln nur einen Anteil von etwa einem Prozent am Gesamtumsatz der Branche hat, erwartet man hier hohe Zuwachsraten. Darauf hoffen auch die Ketten Edeka, Rewe und Kaufland und man rüstet da auf, wo sich Amazon ins gemachte Nest setzen will: in den großen Ballungsräumen.

Bilanz nach einem Jahr

Jetzt nach einem Jahr zog man bei Amazon erste Bilanz, und das Ergebnis wird den Erwartungen wohl kaum gerecht. Die Konkurrenten aus der Lebensmittelbranche in Berlin, Hamburg und München können sich noch entspannt zurücklehnen, die Umsätze mit Amazon Fresh sind für sie nicht besorgniserregend.

Anfang des Jahres ist die Bio-Kette Basic aus dem Service ausgestiegen. Laut Basic stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag. In Berlin sagt man, die Lieferdienste von Bringmeister und Rewe seien deutlich stärker ausgebucht als Amazon Fresh. Allerdings gibt es dazu keine konkreten Zahlen, und die beiden Konkurrenten haben unter Umständen eine geringere Kapazität.

Laut Einzelhandelsverband ist der Bereich der Lieferdienste ein starker Wachstumsmarkt, im letzten Jahr stieg der Umsatz in diesem Segment um knapp 20 Prozent. Für die Branche habe es aber keinen Wachstumsschub durch Amazon Fresh gegeben. Amazon will seinen Lieferdienst jetzt über die Preise attraktiver machen, dabei orientiert man sich an den Preisen der Konkurrenz in der betroffenen Stadt. Die Idee klingt vielversprechend, der Erfolg bleibt allerdings abzuwarten.

Jetzt kommt McDelivery!

McDonald’s hat es nicht leicht in Deutschland. Die Kunden haben in den vergangenen Jahren ein ökologisches Bewusstsein entwickelt, das die amerikanische Fast-Food-Kette vor einige Herausforderungen gestellt hat, es hat einige Mühen und Zeit gekostet, neben Hamburgern und Fritten auch gesunde Gerichte in die Speisekarte mit aufzunehmen. Aber die Kunden wollen mehr, vor allem mehr Abwechslung, ein Problem für die kleine Menükarte mit eingeschränkten Variationen. Und jetzt hätte man beinahe den weltweiten Trend zu Lieferungen an die Haustür verschlafen. Aber das Management will nun Lösungen präsentieren.

Neues Image

Schon vor einigen Jahren hatte der Konzern begonnen, sich ein neues Image zuzulegen. Komplett gesund wurden Burger und Pommes dadurch nicht, der typische Kunde der Fast-Food-Kette hat das wohl auch nicht erwartet. Aber hier und da ist auf der Menükarte ein Salat aufgetaucht, und wer vegetarisch oder gar vegan essen will, findet auch bei McDonald’s irgend etwas Passendes. Nachahmer fand auch die Entscheidung, in den USA kein Fleisch von mit Antibiotika behandelten Hühner zu verwenden. Bis 2025 will man auch alle Verpackungen ausschließlich aus ökologischen Materialien produzieren lassen.

Umsatz geht zurück

Mit dem ökologischen Gewissen alleine lässt sich kein Geld verdienen. Sonderangebote sind das Stichwort, preiswerte Getränke, McPick oder andere Aktionen holen Kunden in die Lokale, die länderspezifischen Aktionen will man fortsetzen. Die Umsätze gingen dennoch zurück. Das liegt allerdings nicht nur am Ausbleiben von Kunden, sondern auch an der zunehmenden Auslagerung der Filialen an Frachise-Nehmer. Damit sinkt der Umsatz, aber auch das Risiko.

McDonalds an die Haustür

Auch der Markt der Lieferdienste ist ein Problem für McDonald’s, man hat den Anschluss verpasst, und gerade dieser Markt wächst rasant, die Prognosen sind beeindruckend. Zusammen mit UberEats hat man ein Konzept erarbeitet, das die Hamburger direkt zum Kunden bringt, die Produkte sind dafür schließlich bestens geeignet, Qualitätseinbußen durch den Transport sind kaum zu erwarten, durchaus ein Vorteil im Wettbewerb. In Deutschland wird der Lieferservice schon in vielen Städten angeboten, und zwar in Zusammenarbeit mit Lieferheld, Foodora und Pizza.de.